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Freitag, 15. März 2013

Castle Crashers

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Castle Crackers

Irreführender Titel?
Aber ja doch!
"Castle Crashers", so der richtige Name des Spiels, ist ein 2D-Sidescrolling-Beat'em-Up im Sinne von in den 80ern und 90ern bekannten Genregrößen wie "Final Fight" oder "Double Dragon".

Natürlich machen auch moderne Verbeugungen Gebrauch von dieser leider fast vergessenen Spieleart, wie beispielsweise: "Scott Pilgrim VS the world". Und auch ein Wiederauferleben vom "Simpsons - Arcade Game" fand letztes Jahr für die PS3 im PSN statt.

Eine Verbeugung zum Erstlingswerk.

Entstanden ist das Spiel unter dem Hut der Entwickler "The Behemoth", in dem sich unter anderem Tom Fulp (Erschaffer der newgrounds website) tummelt. Das Ganze war ihr zweites Spiel, das weltweit ziemlich große Erfolge nach dem Erstlingswerk "Alien Hominid" verzeichnete.
Eigentlich kam das Spiel bereits 2008 auf Xbox360 raus, 2 Jahre später im PSN und letztes Jahr dann endlich auf Steam - und mir ist es noch nicht geläufig, aber ich denke: bis heute erschien noch KEINE physisch kaufbare Kopie des Kloppgames.


Alles fängt mit dem Raub der Prinzessinnen und dem Abfackeln der Schlosssiedlung an.

Aber 2 Jahre Pause zwischen den Releases auf dem nächsten System... tztztz.

Wie ihr oben auf dem Cover schon seht, könnt ihr insgesamt zu Beginn aus vier Rittern mit 4 Spezialfähigkeiten wählen (später schaltet ihr mehr frei).
Die Special Ability ist nach meinem Eindruck jetzt kein unbedingt benötigtes Feature und somit ist es nicht so großartig entscheidend WEN ihr denn da eigentlich spielt.
Großartig storymäßig geht's auch nicht zur Sache, aber wer will das in so einem Spiel schon?
Prinzessinnen werden entführt, du musst sie zurückholen.

Mit dem Floss unten rechts geht's erst weiter, nachdem wir 3 Questitems gesammelt haben.

Und so geht es auf einer Übersichtskarte von Gebiet zu Gebiet - und man kloppt Monster tot bis man zum nächsten Abschnitt weitergeleitet wird.
Die Karten bzw. das Level- / Gamedesign erinnert stark an newgrounds-Herkunft: und zwar dem Browser. Teilweise sind die Hintergründe niedrig aufgelöst, alles wirkt ein wenig "billig" und wenig detailreich.

Gut, die Wüste bietet optisch jetzt nicht so viel, aber dafür TIERE !!!, die... ähm joar, nicht der großen Rede wert sind *räusper*

Gerade spätere Bereiche alleine zu durchkloppen verschafft gern Langeweile. Interaktion mit der Umgebung ist auch nicht wild - hier und da gibt es Gegenstände zu zerstören, das war's aber auch schon.
Jeder Level lässt sich beliebig oft angehen und manchmal muss - um den Eingang zu einem bestimmten Areal freizuschalten - ein bestimmter Gegenstand gefunden werden.
Und auf dieser Suche nach denen findet man natürlich neue - Bogen mit unendl. Pfeilen, Bomben usw.

"Iss dein Sandwich immer brav auf!", hat Mama zu sagen gepflegt und oft gerne empfohlen. Recht sie hatte.

Cool ist, dass man mit jedem Kampf Erfahrung sammelt und Stufen aufsteigt. Anschließend geht's daran die Punkte sinnvoll zu verteilen: auf Stärke, Magie, Leben und noch eine Fähigkeit, die mir partout nicht einfällt.

Die Tiere im Wald verhalten sich irgendwie... seltsam. Dünnpfiffantrieb, sobald man Angst hat? Ähhh, okay?! ^__^

Wer nach den Kämpfen fleißig Geld einsammelt (es gibt hier eine furchtbar geringe Vergütung - fast jede Münze zählt nur 1 dazu), kann neues Equip kaufen - neue Waffen, neue Begleitertiere oder neue einsetzbare Items.
Aber der Reihenfolge nach.
Waffen haben 3 grundlegende Symbole, die anzeigen worin sie besonders gut sind.
Einen muskulösen Arm - vermutlich für Stärke / Schaden.
Eine Faust mit Zankrauchwolke - kein Peil.
Und ein Schild - für Verteidigung.

Auch zu Wasser geht's fiesen Fischen, die letztendlich eh heulen, an den... an die... äh... Kiemen!?
Joar, wadd' nehm' wa denn jetze? Ürjentwie sieht didd alles gleech aus. Mhh... @___@

Leider wird zur aktuellen Waffe kein Bezug genommen, sondern immer nur dieselben Werte der Zielwaffe angezeigt, was dazu führt, dass ich so gut wie NIE zu einer besseren Waffe wechselte.
Begleitertiere - geben zusätzliche Effekte wie verbessertes Schatzgraben, mehr Schutz oder MagicFind-Upgrades. Insgesamt eine gute Idee.
Und dann noch nutzbare Items wie Bomben oder Health Potions. Selber finden tut ihr keine und müsst sie stattdessen kaufen.

Bosse gibt's auch, die gut gemacht sind, aber repetitiv immer nur schneller werden pro verlorener Lebensenergie. Bosse wie "der Maiskolben" nehmen überdurchschnittlich viel Zeit und Geduld in Anspruch.

Ein Megafail des Spiels ist es aber, dass man KEINERLEI Leben hat. Einmal tot - Level komplett von vorne beginnen. Gerade Endgegner können ziemlich nervig sein oder sich wiederholend wie ein Kaugummi zum Ende hinziehen (jeder Boss wird pro nachlässiger Health Energie immer schneller).



Insgesamt ist das Spiel recht kurz, aber auch eher repetitiv, obwohl es einige nette Ideen wie "Kampf auf 'ner Kutsche" oder "Blobby Volley - Ball"
Nach der Ankunft auf der Sturminsel mit den Kult-Teddybären zog der Schwierigkeitsgrad für einen Singleplayer so dermaßen an: ständig wirbelte ein Gegner um mich herum und Giganten hatten immer einen Würgeangriff auf Lager. NonStop-Beharkung - wie gut, dass es den VIER-SPIELER-MODE gibt!!!


Sehr schön, dass der Bogen unendlich Pfeile besitzt.

Aber Vorsicht!!!!

Ihr könnt lokal nur mit einem Gamepad zu zweit spielen (obwohl Tastatur unterstützt wird) - so offiziell.
Inoffiziell geht's aber mit Workarounds wie Treiber des Gamepads am USB-Port löschen, L4D2 starten, irgendwas umstöpseln und dann wieder versuchen.

DUZZI DUZZI DUZZI! Dem kleinen Pazzo kann doch selbst Al Capone nicht wiederstehen, oder? Diese hypnotisierend glücklich machenden Augen! *__*

Fakt ist: der Entwickler hat sich hier einen Megafail geleistet.
Tatsächlich müsst ihr das Game aber mit anderen zocken, weil es sonst zu schwer wird.
Natürlich macht's gerade im COOP sauviel Laune. Schade nur, dass sie's so ein wenig versaut haben.

Natürlich regnet es hier Scharen von Edelsteinen - wie es sich gehört.



Fazit:
Castle Crashers ist okay, aber nicht für derzeitige 12 € - dazu fehlt die Abwechslung, der anpassbare Schwierigkeitsgrad und ein gelungenes Upgradesystem der Waffen. Ansonsten: humorig, farbenfroh, nett gemacht. Warten bis es ca. 2 oder 3 € kostet und dann einen Blick riskieren. Dies ist DEFINITIV ein Multiplayergame. Also: mehr als 1 Controller oder Freunde in Steam haben, die das Spiel auch besitzen.

Kommentare:

  1. Habs mit meinem Freund und seinen Kumpels auf xbox gezockt und es hat sau viel Spaß gemacht! Hab mich deswegen gefreut als ich den Blogeintrag bei dir gesehen habe. Ich finde die 12 € lohnen sich dann schon ^^ Würde das Spiel jederzeit weiterempfehlen. Liebe Grüße

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    1. Sehr gut - ich freue mich sehr, dass du deine Meinung auch dann abgibst, wenn du das Spiel weiter empfehlen kannst! :) Danke!

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