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Montag, 14. Mai 2012

Mein lieber Blog... (Special)

... heute ist es soweit. Dein großer Moment. Dein erster dieser Art. 366 Tage genau sind abgezählt (wie erinnern uns: Schaltjahr 2012), die du jetzt automatisch in eine andere Einheit umtauschen kannst:

Gebuuuuuuurtstaaaaaaag

Jepp - es ist soweit. Ein ganzes Jahr ist mein Blog nun schon alt und ich gedenke, dass ohne weitere Umschweife sich auch ein zweites dazu gesellen wird.

Im zweiten werde ich mit meiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration dann fertig sein (die Projektdokumentation steht kurz vor der Fertigstellung = 25% der Endnote; schriftl. Prüfung ist's bereits = 50% und mündl. (Präsentation und Fachgespräch = 25%) folgt Anfang Juni) und vermutlich irgendeinen Job haben. Ob vorübergehenderweise in einer komplett anderen Branche oder beim Praxisbetrieb wird sich zeigen.

Was mich aktuell beschäftigt hat, möchte ich auch zu einem kleinen heutigen Anlass machen. Ihr kennt ja meine Art sich manchmal über bestimmte Dinge (teilweise maßlos) aufzuregen. *g*
Gestern kam ich mal wieder durch einfache Gedankensprünge auf das Thema "JuliensHateblog". Alle, die ihn jetzt noch nicht kennen, bitte ich die gute alte Copy'n'Paste-Methode zu verwenden - eine Verlinkung, also direkte Werbung, hat dieser Kerl nämlich einfach nicht verdient.

Vielmehr geht es um seine unwürdige Existenz, die mich - und eine Vielzahl vernünftig denkender und vor allem erwachsener Menschen entehrt. Eine schimpfende Modeerscheinung, die sich fast rechtsextrem aufgrund ihrer anmaßend auffälligen Arroganz anhört.
Ob Julien wirklich Julien heißt, ist mir genauso fremd wie seine verschieden thematischen Channels. Entweder "analysiert" dieser Mensch Rapper und rechtfertigt irgendeine Punktebewertung oder er zieht über irgendein thematisch (politisch oder gesellschaftlich) relevantes Thema ab und punktet dabei a) mit seiner Stimme und b) mit seinen in Hyperspeed herausgeballerten Hochgeschwindigkeitsgeschossen in Form von teilweise säbeltigerzahnscharfen Diss-Argumenten. Mittlerweile gibt er sich auch als "Seelsorger" und schwätzt irgendwelche anderen YouTuber, die er zum Stellen einer intimen / vertraulichen Frage aufruft (und sogar ankündigt sie mit Glück in seine nächste Sendung zu nehmen), dann dämlich.
Wer also ins Messer laufen will, schreibt ihn an und fragt das Peinlichste. Es muss ja noch nicht mal stimmen - doch manche Pappnasen liefern die Frage sogar via Video ab - man sieht dann direkt wie jung und unerfahren die Bürschchen da mitmischen. Ein wenig bemitleidenswert.

Was mich aber richtig anwidert, ist die Tatsache, dass mal abgesehen von einer vermutlich überwiegenden Anzahl von prepubertären YouTubern als Standardpublikum vor allem die Beliebtheit auch bei mir bekannten klugen Menschen im Privatleben keinen Halt macht. Ich meine: dieser Abschaum wird aufgrund seiner hohen Abonnentenanzahl und Likes zu einem Abbild der momentanen Konsumgesellschaft: Haten gegen alles und jeden - Hauptsache die Klappe ist größer, schneller und redegewandter als der Rest - dann wirst du in absoluten Ehren gehalten und mit dem "Coolness"-Stempel der modernen Gesellschaft versehen.

Das bringt's. Und vor allen Dingen ist's sehr erwachsen. Noch erwachsener ist es allerdings nur Fans, die einen nachplappern, nicht mal richtig der deutschen Sprache mächtig und teilweise sogar einfach nur bekloppt sind, um sich zu scharen. Diese Leistung ist genauso wie das Zielpublikum und der Darsteller selbst nur eins nicht: reif. Aber leider: diskriminierend - und das ohne Punkt und Komma.

Allerdings gab es sein heutiges "Seelsorge"-Schema bereits vor vielen Jahren bei Klopfer, ist also nichts wirklich Neues. Und mal ganz ehrlich: welchen zwischenmenschlichen Mehrwert soll denn diese Form der Unterhaltung haben? Ein Niveau allertiefster gesellschaftlicher Schublade... teilweise Kalauer, die aufgrund ihrer Natur (gegen Frauen, gegen Minderheiten) schon so nervtötend alt... und erst recht keine Kunst sind. Immerhin ist eine Vielzahl von Abonnenten nicht gleichbedeutend mit großer Leistung.
Wenn ich in einem Chat von Kindern der Größte bin, heißt das noch lange nicht, dass ich große Stücke auf mich halten kann, nur weil ich mit meiner Art ein junges Zielpublikum anspreche und die mir sogar noch beim Furzen nachlaufen und darüber kichern wie cool ich doch bin.
Erwachsenes Verhalten ist bei diesem Kerl nicht zu erwarten... erreicht er außerdem mit geschickten Videoaufnahmen zu begeistern? Fehlanzeige. Wer überhaupt hinter der Videobearbeitung steckt, ist unklar. Auch brodelt die Gerüchteküche, dass einst seine YouTube-Videos entfernt werden mussten aufgrund von Copyrightverletzungen. Außerdem soll noch irgendwas mit seinem Chef vor langer Zeit gewesen sein, der anscheinend nicht wollte, dass er solche Videos produziert. Seither hat er Homepage und YouTube-Channel - beides jeweils vom verbalen Ausdruck her auf unterschiedlichen Leveln den jeweiligen Spielregeln angepasst.
Whatever.

Ich mag diesen Menschen und seine "Arbeit" nicht. Was mich auch dazu bewegte folgenden Kommentar unter eins seiner Videos zu klatschen:




Neben den Aussenseitern und bestimmt vielen anderen Meist-Abonnierten ist es interessant anzusehen auf welchem Level sich die Gesellschaft einnistet, wenn man ihnen über YouTube freien Lauf lässt. Zumindest wirkt es so, dass ein Großteil der Menschen es macht. Es gibt natürlich - Gott sei Dank - viele, die produktive Beiträge, wirklich lustige Dinge präsentieren oder einfach nur Videos drehen, die nützlich sind. Um die Parallele zum Blog zu kriegen: Gamekritiken, Let's Plays (obwohl da auch grenzwertig agierende Leute mitmischen) und Trophyhuntinghilfen. Man sollte sich als YouTuber nur eins behalten: du postest etwas an die da draußen.
Herumblödeln kann jeder, doch ein Video an eine breite Masse sollte irgendeinen Mehrwert, einen Zweck haben, finde ich.

Produziert mit Hingabe, produziert etwas Informatives, produziert mit natürlichem Humor und vor allen Dingen: mit zwischenmenschlicher Fairness. Wenn euch Menschen lieben wie ihr seid, behandelt ihr sie fair und überlegt vorher was und wie ihr es aufnehmt, tragt ihr dazu bei das Niveau von YouTube nicht einfach auf "Click -record- and just talk straight ahead!" beizubehalten, sondern in der oberen Liga mitzumischen. Blöd ist jeder - die einen öfter, die anderen seltener. Nur nach außen hin müssen wir uns nicht so an die Mehrheit widmen, die uns gar nicht kennt. RTL II Niveau gibt's nämlich bereits kostenlos im Fernsehen.



Das Schlusswort soll sich aber an euch wenden - an meine treuen Leser! Zwar habe ich bis jetzt noch nicht viele um mich geschart, was ich aber nicht als Problem ansehe. Mir sind genau die es wert, die meinen Blog verfolgen und auch die, die sich nicht als offizielle Leser eingetragen haben, aber dennoch im Hintergrund heimlich und still dabei sind - auch an euch geht der liebe Gruß!
Ihr müsst auch an dieser Basis nichts verändern - Hauptsache ihr seid mit Freude dabei.
Kommentare und sonstige Beteiligungen sind nach wie vor erlaubt und erwünscht - macht weiter so!

Ich bedanke mich recht herzlich bei euch! :)

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