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Mittwoch, 3. Juli 2013

Watchman #2 - Story of Ricky



Splatter-BOOM-BAAAAAAAASH!

Story of Ricky oder im Originalen "Lik Wong" bzw. "Riki-Oh: The Story of Ricky" genannt, ist nicht mehr ganz der neueste Streifen, aber dafür in einer glorreichen Epoche der modernen zivilisierten Gesellschaft entstanden: Die Rede ist von den 90ern und um's ganz konkret zu sagen: Der japanisch-chinesische Gore-Film ist aus dem Jahre 1991.
Dass er heute noch, 22 satte Jährchen später, immer noch sehenswert ist und insbesondere Freunde von Trash- und Gewaltfilmen zu einem gemeinsamen Filmeabend mit reichlich Alkohol und anderen sinnesbeeinflussenden Konsumgütern zusammenrücken lässt, spricht ganz klar für sich.


Worum geht's?

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Wir schreiben das (momentan nicht mehr ganz so) futuristische Jahr 2001: Die öffentlichen Haushalte sind weltweit überschuldet und sämtliche staatliche Einrichtungen deshalb privatisiert.
Selbst die Gefängnisse sind davon nicht ausgeschlossen - und werden oftmals von korrupten Geschäftsmännern geführt, die ihre Insassen als billige Arbeitskräfte ausbeuten und Körper und Geist misshandeln.

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Ekelhaft! // via

Hauptcharakter Ricky, der athletisch daher kommt und optisch wie eine Mischung aus "Bruce Lee" und "Ryu" aus Street Fighter II wirkt, hat den Mörder seiner Freundin zur Strecke gebracht und wurde aufgrund dessen zu zehnjähriger Haftstrafe verknackt.
Ricky selbst wirkt sofort sympathisch, setzt sich von Beginn an für die Schwachen im Knast ein und mutiert dort schnell zum absoluten Helden, genießt selbigen Status aber nicht, sondern stellt den "lässigen", aber niemals überheblichen Lone Wolf dar.

Ricky ist sogar so hardcore und flickt seine Muskelfaserrisse selbst. via

Das Spannende: Er besitzt Superkräfte, welche scheinbar durch langjähriges Qigong-Training zustande gekommen sind. Die übernatürlichen Mächte kann man auch kurz mit "Powerfaust" umschreiben, da man in vielen Szenen präsentiert bekommt, was passiert, wenn der liebe Ricky mal mit Schmackes eine durch reicht und den Fieslingen ein Loch in den Bauch schlägt, durch den Hals (durch Hohlraum des Unterkiefers und aus dem Mund wieder raus) langt oder mit einem saftigen Ellbogen-Kick dafür sorgt, dass fremde Augen einfach so rausploppen, ist das nicht nur aufgrund der expliziten und sehr detailgetreuen Darstellung enorm brutal, sondern auch aufgrund der noch in den Kinderschuhen steckenden Spezialeffekte äußerst witzige Handarbeit. Man sieht sehr deutlich was ein unechter Arm und was gleich eine ganze Puppe ist - was natürlich den Spaß deutlich fördert und den reinen Gore-Faktor folglich ein wenig entschärft.

Wirklich ein Typ oder doch eine Frau? Ich hab's nicht korrekt deuten können. Fakt ist aber: Genauso wie in Zelda: Skyward Sword muss auch hier eine flippige Neo-Schwuchtel mitspielen. Oh Mann... // via

Die Story ist für seine kurzweiligen 88 Minuten unterhaltsam und bietet so einige nette Szenen, aber vor allen Dingen eines: Typisch japanisch überspitzte Charaktere. Normalerweise finde ich's nervig, doch in diesem Film passt's wie die Faust auf's Auge und sorgt immer wieder für einen ganz individuellen Charmefaktor, der in vergleichbaren Genrevertretern kaum zu finden ist.
Sehr witzig ist aber auch die deutsche Synchronisation: So klingt jeder Sprecher wie die deutsche Synchro-Sprecherriege von Ubisoft im ersten Jahrzehnt nach der Jahrtausendwende (Far Cry 1, Rainbow Six 3: Raven Shield, Splinter Cell 1). Insbesondere Ricky's verzweifelte Schreie in die regnerische Nacht hinaus, wirken äußerst lustig.
Aber gerade wegen der netten Ideen, der vielen skurrilen Figuren, der brutalen Szenen, der Einfachheit der Geschichte und dem dargebotenen Hero-VS-Endbosses-Videospiel-/Zeichentrick-Charakters habe ich überraschenderweise und die komplette Spielzeit über lückenlos meinen Spaß gehabt.

Auf die auf dem Manga "Riki-Oh" basierende Filmumsetzung bin ich durch dieses unterhaltsame Video der Moviepiloten gestoßen:


..., wobei ich ankreiden muss, dass NICHT in jeder Schlägerei ein Röntgenbilder eingesetzt wird, sondern nur ein einziges Mal bei einem ganz bestimmten Kampf.
Wer aber die Vergleiche zwischen Manga-Grundlage und Filmumsetzung sehen möchte, besucht diesen feinen Blogpost hier:

http://flickaholics.blogspot.de/2011/04/riki-oh-1991.html

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Die genialste Szene war aber mit Abstand die als Widersacher Asker sich während des Kampfes selbst das Buschmesser in den Bauch rammt, Ricky ihm die letzte Ehre erweisen will, doch Asker ihn überrascht, indem er seine eigenen Gedärme aus dem Bauchinneren herauszieht und den Helden damit erwürgen will. HERRLICH! :D

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Weiteres Highlight, bei dem ich jetzt noch immer nicht genug von der Szene kriegen kann und unkontrolliert laut herumlache, ist Folgendes: Just click and enjoy it!

Wer sich aber nun ein Gesamtbild des kuriosen Allerlei's machen will, zieht sich folgendes Best-Of-Video einfach mal von Anfang an rein, bei dem man sich aber nicht zu viel selbst spoilern sollte:




Also dann - Master Pats wünscht angenehme Unterhaltung! :)

1 Kommentar:

  1. Von sowas bin ich irgendwie kein großer Fan.... aber die Comics sehen gut aus!!

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