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Dienstag, 30. Juli 2013

Shortcut: Karateka, Zone of the Enders HD Coll (PS3), Metro - Last Light




Karateka gibt's auf Steam für ca. 10 €, erschien Anfang Dez. 2012 und wurde von Liquid Entertainment (Rise of the Argonauts, 2009) entwickelt. Das Spiel ist ein Remake des Klassikers von 1984, welches von Jordan Mechner damals wie heute ins Leben gerufen wurde.
Bevor dieser geniale Mann sich aber für "Prince of Persia" (einschließlich Sands of Time) verantwortlich zeigte, entwickelte er auf dem Apple II in Studentenzeiten dieses Spiel.
Die Grafiken, Kampfstil und "Prinz rettet Prinzessin" ähneln stark dem 1989 erschienen PoP.

Das Remake orientiert sich natürlich stark am Original, bietet aber eine richtig hübsche Comicgrafik und noch einige Cutscenes, die die Story um die Rettung der Prinzessin aus der Gefangenschaft des Bösen erzählen. Ihr spielt dabei einen von drei Kämpfern (zuerst den Helden - Cover mittig, bei dessen Ableben den Monk - Cover links und zuletzt den Kraftprotz).
Das Spiel ist sehr simpel aufgebaut: Mit gedrückter linker Maustaste geht's die Einbahnstraße geradeaus - ihr fangt an der Klippe an, die ihr zu Beginn hochgeklettert seid - und müsst euch nun jedem einzelnen Feind auf dem Weg durch den Dschungel, Vorgarten, Vorplatz bis hin zum finalen Kampfraum stellen. Es findet immer nur ein Kampf gleichzeitig statt, bei dem es nicht nur gilt die gegnerischen Attacken abzublocken, sondern dies auch noch im richtigen Moment zu tun. Wer beim finalen Schlag eine fängt, hat nur Schaden eingesteckt, konnte dafür aber nicht austeilen. Die letzten Angriff des Feindes müsst ihr immer korrekt blocken, damit ihr selbst zum Kontern kommt und ihn mit mehreren Schlägen / Tritten zu Boden streckt. Wer perfekt kämpft, erhält mehr Punkte. Sobald man im Kampfe auch trifft, füllt sich eine Bonusleiste auf, mit der ihr den Gegner kurzzeitig betäuben könnt (für den Feind nicht ausweichbar). Lebensenergie gibt's immer mal wieder am Randes des Weges durch magische Blumen. Hin und wieder tauchen auch Feinde auf, die mehrere Lifebars mit sich bringen. Sobald man all sein Health verliert, wird man vom Berg gekickt und der nächste Krieger tritt zum Kampf an - und setzt genau da ein, wo ihr aufgehört habt. Sobald aber der zweite Fighter einspringt, könnt ihr das "True Love Ending" nicht mehr erreichen.
Das Gameplay ist simpel, motiviert aber ungemein. Leider ist sowohl der Spielablauf recht eintönig als auch die Varianz kaum gegeben: Abblocken, Abblocken, Abblocken, ZuhauenZuhauenZuhauen. Und das halt immer wieder. Die Spieldauer ist auch arg kurz - so sitzt ihr eine halbe Stunde am Spiel - und habt quasi fast alles gesehen, was es zu sehen gibt. Für 10 € ist das arg enttäuschend. Vermutlich wollte das Remake nicht mehr als ein Remake sein - was aber den Kaufpreis noch lange nicht rechtfertigt.

Das Original von 1984. // via








Bereits ein ¾ Jahr alt und jetzt erst getestet: Hideo Kojima's Wiederbelebung seiner zwei genialsten Spiele neben der MGS-Saga: Zone of the Enders und der Nachfolger 2nd Runner hier im Doppelpack für ca. 30 €. Obwohl der Preis für zwei mittlerweile fast 10 Jahre alte Titel recht würzig ist und angesichts der kurzen Spielzeit von jeweils 5 Stunden ist die HD Aufpimpung aber trotzdem für jedermann zu empfehlen, der a) auf hyperschnelle Skillaction steht und b) schön klassische, gut erzählte Animé-Stories befürwortet. In beiden Teilen nehmt ihr in einem unheimlich agilen Kampfmech mit coolem Namen "Jehuty" Platz und müsst gegen das ultimative Böse kämpfen.
Besitzt Teil 1 noch eine überschaubar kleine "Open World", findet dafür aber in relativ generischen Schauplätzen einer weit zukunftsorientierten Kolonie (bzw. "Big City") statt, so ist der Nachfolger doch recht linear geworden, aber von den Aufgaben (Fliege Zug hinterher und zerstöre ihn innerhalb von wenigen Minuten, Angriffe kontern und den Virus des Feindes mit Grifftechniken neutralisieren, durch Minenfeld via Sprachbefehle lotsen lassen) her deutlich abwechslungsreicher und bietet darüber hinaus waschechte und sehr liebevoll designte Animécutscenes, wo der Vorgänger noch mit im Jahre 2002 üblichem Anfangs-3D herumwurschtelte.
Trotzdem überzeugen beide Titel durch ihre außerordentlich gute und höchst rasante Spielbarkeit (Untertitel "High Speed Robot Action" kommt absolut nicht von ungefähr) und lässt damals wie heute ein Effektgewitter der Extraklasse auf den Spieler los - und ist dabei noch äußerst anspruchsvoll. Nah- und Fernkampf gehen automatisch abhängig von der Distanz zum Feind flüssig ineinander über, es gibt Dashes, Abwehr, aufladbare Angriffe, Kombinationen dieser und etliche Waffen zum taktischen Einsatz je nach Bedürfnissen - ob Wurfstrahl, die sowohl am Gegner oder am Boden haften bleiben, Schrotflinte, breitfächernde UZI oder einfach nur der Standard-Homing-Laser - hier gibt's nicht nur äußerst viel Freiraum zum Ausprobieren und Perfektionieren der Moves, es ist auch noch bitter notwendig für allein schon "Normal" den Jehuty unter bewusster und reaktionsschneller Kontrolle zu haben. Und genau das ist neben der guten Musikuntermalung, den krassen Bosskämpfen (mit mehreren Kampftaktikstufen), der hübschen Story und der sehr attraktiven Grafik eines der Hauptgründe, warum ZoE zum Kult geworden ist.

Warum gibt's eigentlich ein FSK-18-Logo?
Ihr werdet's kaum glauben, aber schaut euch mal das Cover ein wenig genauer an: Der Disc liegt eine spielbare Demo von Metal Gear Rising bei. *facepalm*
Teil 1 war ursprünglich ab 16 und der Nachfolger sogar ab 12 Jahren. Das ist einfach nur ein schlechter Scherz. Das Ding ist jetzt für die Ewigkeit mit FSK 18 gebrandmarkt, obwohl jeder das Original von MG Rising mittlerweile bestimmt schon 10x durchgespielt hat oder gar kein Interesse dafür hegt.
Oh Mann...
Wenn's für ca. 10 € zu haben ist, kann man bedenkenlos zugreifen: Jeder Teil dauert leider nur ca. 5 Stunden - und für den derzeit aus meiner Sicht noch zu happigen Preis kann man ruhig noch ein wenig warten - immerhin haben Neulinge das bereits 10 Jahre lang getan. ;)

ZoE2: Neben diesen animierten Avatar-Unterhaltungen gibt's auch jede Menge Fullscreen-Filme zu bestaunen, die gemäß Hideo auch ruhig mal ausführlicher sein dürfen. // via

ZoE2: Jeder Boss ist einzigartig (Grundregel in den beiden Games). Falls ihr jemanden zwei Mal bekämpft, dann anders als beim ersten Mal und aufgrund der Story auch nachvollziehbar präsentiert. // via

ZoE2: R2 im Stand + □ erzeugt diesen Energieball. Die gleiche Tastenkombi in Bewegung verwendet den Homing Laser und im Nahkampf mit den beiden Combis passiert noch mal etwas ganz anderes. // via

ZoE2 // via

ZoE1 // via

ZoE2: Schild greifen und verteidigen ist bei diesem Zwischenboss unabdingbar. // via

ZoE2: Homing Laser im Einsatz. Was man hier auch ganz gut erkennen kann: Teil 2 ist wesentlich comichafter als der Vorgänger, was aber auch im Gesamteindruck hervorragend passt (Animéstyle, Mechaction, Effektgewitter). // via

ZoE1: Auf die Mummyheads mit ihren Lasergeschossen müssen wir höllisch aufpassen. Verlorene Energie kann erst fast am Ende des Games durch die Bonuswaffe "Mummy" zurückgewonnen werden. // via
Unter normalen Umständen wäre dieser Titel nicht in die Shortcut-Rubrik gerutscht, aber momentan haben wir keine normalen Umstände - es ist mit ~33°C abartig dauerheiß und höchstens nachts kann man mal die geliebten Videospielmaschinerien anschmeißen ohne sie einem potenziellen Hitzetod auszusetzen.
Mit "Metro Last Light" geht jedenfalls die gamerisierte Metro-2033-Buchvorlage vom russischen Autor "Dmitri Alexejewitsch Gluchowski" nach 3 Jahren durch Entwickler 4A Games (hatten auch schon das Prequel entworfen) endlich in die verdiente zweite Runde.
War der erste Teil schon ein Meisterwerk hinsichtlich der dichten Geschichte, des anspruchsvollen Shootergameplays und des tollen Leveldesigns / der astreinen Grafik, steht der Nachfolger ihm in nichts nach und macht meiner Meinung nach noch vieles im Detail besser - zumindest gefühlt. Nach 3 Jahren Pause habe ich die einzelnen Kritikpunkte nicht mehr so ganz im Kopf.
Jedenfalls wird die Story mit dem Hauptcharakter "Artjom" aus Teil 1 fortgesetzt. Diesen hört man zwar - ganz Half Life -mäßig - nie mit anderen NPCs interagieren (auch wenn sie Fragen stellen und zufälligerweise immer im Response-Wartezeitfenster von anderen unterbrochen werden oder die Stummheit einfach ignorieren), sondern ausschließlich vor den jeweiligen Missionen im Monolog Tagebuchauszüge vorlesen, aber das tut dem Spiel keinen Abbruch, sondern sorgt - wie bspw. in GTA III auch eingesetzt - als künstlerisches Mittel mehr mit der Person zu verschmelzen. Der Story folgt ihr in sehr sehr geradlinigen Levels, die ihr einer fest vorgegebenen Reihenfolge erlebt - Sidemissions oder großartige Ausschweifungen von Lager zu Lager und einer riesigen Welt dazwischen wie schon in S.T.A.L.K.E.R. findet hier nicht statt - was aber auch dank des Romans und der starken Erzählweise eventuell tödlich gewesen wäre. Hier folgt ihr dem festen Pfad, könnt zwar hier und da mal seitlich ausschreiten und klitzekleine Bonuspfade erkunden - die bringen aber auch nicht mehr als Zusatzmunition oder Tagebucheinträge, die seltsamerweise von Artjom selber stammen, hier und da im Level rumliegen, man sich aber fragt wie er die hätte schreiben können und sie an Orten liegen lässt, die er sowieso in Kürze zunächst das erste Mal besucht.
Jedenfalls habt ihr es gerne mit Scriptsequenzen zu tun, die die Spannung voran treiben oder euch auch gern mal durch detaillierte Abschnitte führen, die Atmosphäre durch Beklemmung aufbauen oder schockierende Details zeigen - beim ersten Mal gut, beim zweiten Durchgang eventuell ein wenig ausbremsend. Nichtsdestotrotz erwartet euch wieder einmal die perfekte Mischung an Levelerkundung, Gruselumgebungen, jede Menge Details, spannenden Kämpfen und abwechslungsreichen Gebieten, bei denen ihr gut dosiert zwischen NPC-Lagern (Safezones), dunklen Untergrundebenen und Oberweltgebieten (unter freiem Himmel) wechselt. In den Lagern selbst gibt es viel zu sehen - an jeder Ecke stehen Menschen / Familien, die mit ihren Kindern das Beste aus der Situation machen; Soldaten, die sich auf die nächste Schlacht vorbereiten oder Doktoren, die nichts Gutes über das beim Patienten ausgebrochene Virus zu berichten haben. Dann wieder die Tunnel, durch die ihr mal auf einem Floß, mal mit einem DeLorean-artigen Lorengefährt oder klassisch per pedes unterwegs seid. Wer jetzt denkt, dass ganz besonders diese Passagen langweilig sind, der irrt: Das Leveldesign weiß nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich zu gefallen: Nicht sämtliche Türen lassen sich öffnen, nicht immer ist der Weg sofort klar und dank der enorm vielen Details kann man überall noch ein wenig mehr Munition, Health-Items oder Sauerstoff-Tanks einsammeln oder sich schlicht und einfach an der Umgebung satt sehen und ein Gefühl bekommen wie es den Überlebenden hier vor einiger Zeit ergangen ist.
Die Sauerstofftanks geben pro Stück immer 5 Minuten frische Luft zum Atmen. Sind keine mehr übrig, geht man in wenigen Momenten an der Infektion durch die verpestete Oberflächenluft zugrunde. Cool ist auch, dass ihr mit getragener Gasmaske durch Blutspritzer im Kampf oder Dreck durch gigantische Angriffe erschwerte Sicht habt, die ihr mit einem manuellen Handwisch aber wiederherstellen könnt. Auch meldet sich Artjom bei zunehmend schwindender Luftreserve mit heftigem Keuchen und schweren Atmern, dass ihr mal schleunigst den Filter auswechseln solltet.
Ein weiterer Punkt, der schon im Vorgänger vor kam, ist die Währung, die sich nicht in Form von generischen Geld äußert, sondern in Form von spezieller Munition. Letzteres ist schon allgemein ein seltenes Gut auf dem Schlachtfeld (viel und detailliert suchen hilft!), man kann sich aber in der Not auch mit der Währung verhelfen und mit ihr zwar stärker austeilen, aber auch gleichzeitig zuschauen, wie man seine Kohle verbrennt. Die Munitionsart kann man jederzeit manuell nach Belieben umschalten, wird aber automatisch nachgeladen, wenn sich keine reguläre mehr in Reserve befindet. Nachschub gibt's wie gesagt innerhalb der Levels oder direkt bei Verkäufern in den Lagern, die auch die Waffen (3 Stück können gleichzeitig mitgenommen werden) modifizieren und erweitern. So kommt mal eben ein Stabilisationslauf oder ein Schalldämpfer dran.
Die Kämpfe in den Arealen tragt ihr entweder gegen Monster (ziemlich nervige, schwer auszuweichende Nahkampfattacken) oder gegen menschliche Soldaten aus, bei denen man alternativ auch schleichend vorgehen (Licht ausschalten, Stealth-Kills) kann, aber auch ein direktes Feuergefecht dank der KI kein großes Problem darstellt. Duck & Cover - und gezielte Salven in den Feuerpausen abgeben - fertig ist der Schuh.
Nett ist außerdem, dass euch ein Kartenkompass immer den richtigen Weg anzeigt, aber in einen Gegenstand - und nicht im HUD eingebaut ist. Auch müsst ihr eure Taschenlampe durch manuelle Stromerzeugung wieder aufladen und Spinnenweben mit dem Feuerzeug niederbrennen. Alles in allem wartet auf Solofreunde ein starkes Storygame, was sich nahtlos an die Genialität von Teil 1 anfügt und mit ca. 10 Stunden Spielzeit mehr bietet als so mancher generischer Shooter von heute.
Kann ruhigen Gewissens gekauft und geliebt werden!

In der Metro gibt's mehr zu sehen als sich so manch einer vorstellen kann - und beinhaltet in einem Raum mehr Leben als 2 komplette Call of Duty's zusammen.


Der Kompass (mit momentanem Auftragsziel) wird immer separat und mit Feuerzeug getragen.


Hier können wir im geeigneten Moment die Wache mit Stealth-Nahkampfkill ausschalten oder ihr eine Kugel mit unserem Silenced Revolver verpassen oder aber die Öllampe manuell ausschalten und das kontrollierbares Chaos entfachen.

Wenn's dann doch mal nicht geklappt hat, müssen wir halt dem Verlangen der Gegner nach gehörig Saurem nachgeben. Unten am Handgelenk sieht man sowohl die aktuell verbleibende Zeit für die Gasmaske als auch die blaue Leuchte als Signal für "Scheiße, man kann mich sehen!".



Hier stellen wir Saft für unsere Taschenlampe wieder her - Licht ist eines der Güter, das in Metro LL seeeeeeeehr sehr wichtig ist.




Leider nicht ingame lesbar, aber zum Greifen nah. Es fehlt nur noch die Amazon-Werbung. *g*



Ich HASSE diese Viecher!






Kommentare:

  1. Zone of the Enders sieht echt cool aus, aber wow, 30€ für nur knapp 5h Spielzeit... Neee danke >.<

    Metro Last Light find ich hammer geil, die Screenshots sehen echt super aus! Bestimmt hat das mein Kumpel, ich versuch mal meine Griffel dran zu kriegen :D danke für das ausführliche Review! ^^

    Und haha, bei uns regnet es jeden Tag und es kühlt sich gut ab :P

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    1. ZoE: 5h pro Game. 2 Games = 10h. Aber jepp - warte trotzdem lieber. *g*

      M LL: Bitte, gerne! Und ja, fahre auf jeden Fall die Krallen aus -> Meine Freundin fand's nach vielen anderen, seit Bioshock Infinite bisher getesteten Games auch mal wieder sehr interessant. :) Falls es gefällt: Am besten noch den Vorgänger zwecks Hintergrundinfos nachschieben.
      Zockst du dann eigl beim Kumpel oder ist dein Rechner allein schon sehr potent?
      Was besitzt du: Laptop und/oder PC?

      Wetter: Ich hab' mir überlegt, ob ich's umschreibe, da zum Zeitpunkt der Artikelerstellung war's kochend heiß, doch den Tag darauf (beim Posten selbst) waren's nur noch ca. 20°C. Und aktuell ist's immer noch kühl. Mal gucken wie die Realität morgen aussieht - soll nämlich wieder wolkenlos klarblaues Meer da oben bis zum Wochenendende (!) werden. (nooooooooooooo! ^__^)

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  2. Was mir bei Last Light nicht so gefallen hat (Xbox 360 Version nur gespielt), waren die recht kleinen Gebiete, die eher Schlauchförmig aufgebaut waren. Das Spiel an sich war recht gut umgesetzt und hatte seine guten Momente (Pc Grafisch besonders).

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