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Freitag, 15. Februar 2013

Far Cry 3



Juwel des Dschungels

Wie so oft mit mir: gute Spiele hebe ich mir immer für den "Schluss" auf (, obwohl bereits "DmC", "Dead Space 3" und "Aliens" auf dem Spielplan stehen).
So geschehen jedenfalls auch mit Far Cry 3, das bereits Ende letzten Jahres erschien, aber auch gerne "Dschungelfieber" hätte heißen können.

Far Cry ist zu einer Trademark geworden und hat weder mit dem ersten, noch mit dem zweiten Teil wirklich zu tun.
Außer: Open World aus Teil 2 und Dschungel aus 1.


In Teil 3 spielen wir einen Touristen, der eher einen Durchschnittsbürger wie die meisten Spieler selbst darstellt und eigentlich nur eine kleine Welttour mit seinen Freunden und Geschwistern machen wollte und stattdessen auf einem von Piraten bevölkerten und Menschenhandel betreibenden Eiland landet.

Im fetzig gestalteten Intro...


... wird aber schnell klar: partygeile Volltrottel unterwegs beim Abspacken werden Opfer von abgespaceten Piraten. Klingt doch eigentlich wie natürliche Selektion, oder? Immerhin habe ich manchmal stark den Eindruck, dass einige der heutigen Weltbevölkerung mehr Dummheit aus dem Arschgesicht gucken haben als man überhaupt fassen kann. Kommentare unter dem Video wie "das geilste intro das ich je gesehen hab" zeugen entweder davon, dass die gute Autorin Sabrina entweder a) kaum Spiele gespielt hat oder b) jeglichen Geschmack das nächstbeste Klo runtergespült hat.
Vielleicht ist es aber auch nur die eingängige Musik von "MIA" mit "Paper Planes", was den Eindruck sehr subjektiv werden lässt.

Nachträglich können wir häppchenweise (je nach Fortschritt) kleine Storyfetzen freischalten, in denen wir interaktiv die Vorgeschichte zu unserer Misere spielen.

Recht gute Idee die Flashbacks, aber leider durch IQ-Tiefflieger wie Oliver hier mit leichtem Nebengeschmack.

Robotdance aus der Egoperspektive. Sieht nicht nur bescheuert aus, fühlt sich auch so an. Trotzdem interessant hier mal interaktiv eine Partynight (mit Folgen) virtuell mitzuerleben.

Fakt ist aber, dass es in sich und grafisch gut gemacht ist, aber nicht sehr viel verrät - prompt werdet ihr heraus gerissen und findet euch in einem Bambuskäfig wieder. Vaas, einer (!) der Hauptbösewichte des Spiels verspottet euch und beweist, dass er nicht nur leicht abgedreht ist, sondern auch echtes Interesse des Spielers hervorruft. Denn Vaas ist kein gewöhnliches "evil face".

Klar der stärkste und coolste Charakter aus dem Spiel. Sorgt für die interessantesten Momente.

Schon bald seid ihr auf der Flucht, euer Bruder stirbt dabei und ihr habt es euch nicht nur zum Ziel gemacht eure verstreuten Freunde zu retten, sondern auch gleich Vaas und seine Machenschaften brach zu legen.

Wahrhafte Pracht.

Vom E3 Trailer 2011 fasziniert, war ich mir noch nicht sicher, ob es wieder wie in Teil 2 Open World sein würde und dachte eher an ein Konzept aus Teil 1. Viel Möglichkeiten, aber ein eher straighter Weg zum Ziel. Wie in Crysis 1 ungefähr. Aber Crytek sitzt ja selbst nicht mehr dran, sondern wie auch schon in Teil 2: Ubisoft Montreal.
Okay - was bekommen wir also serviert?

Du willst den Berg da hinten erklimmen? No problema!

Open World!
Und zwar sehr im Sinne vom Vorgänger - zwar haben wir hier nicht mehr das grafisch eher triste Afrika, sondern ein buntes und tothübsches Tropenambiente, das sich auf zwei Inseln aufspaltet, wobei die erste, größere Insel hübscher ist als das Hügelland auf der zweiten.
Aber auch hier gibt es einiges zu tun:

Nicht nur die Cockpitperspektive fetzt, sondern auch die detaillierten Lenkmanöver inkl. Über-Kreuz-Greifen. So hat man das zwar nicht in der Fahrschule gelernt, aber egal. ^__^

So könnt ihr mit Landfahrzeugen (meistens Jeeps mit oder ohne Geschütz) oder Booten durch die Gegend knallen. Wer möchte, kann aber auch kleinere Gleiter oder später den WingSuit benutzen, um schneller voranzukommen.
Fakt ist aber, dass die Fahrzeuge wenig Grip haben und selten schrägere Anhöhen hoch kommen, sondern dann eher wie auf Eis herunter rutschen. Einen Tick zuviel für meinen Geschmack - dennoch macht es viel Spaß Jason dabei zuzusehen wie seine Hände am Lenkrad realistisch herum fassen oder man einfach einen Abhang hinunter crasht - inklusive zerberstender Frontscheiben oder Landung im Wasser.

Nicht nur Kisten, sondern auch Leichen haben neben vertickbarem Zeugs Geld oder Munition dabei - aber wie fast in jedem Spiel dieser Art lohnt sich das ausgiebige Looten der Corpses nicht. Zeitkosten-Nutzen-Faktor stellt sich nicht ein.

Aber auch die Sammelfreaks kommen auf ihre Kosten: so könnt ihr wieder mal Schatzkisten aufmachen und neben Geld auch Krempel zum Verticken einsammeln. Denn mit Geld lassen sich in Shops neue Waffen, Waffenaufsätze oder anderes Equip wie Rüstung oder MedPacks kaufen.
Außerdem gibt's in den Weiten des Dschungels insgesamt 120 Statuen, die eingesackt werden wollen und sogar peu a peu neue Sachen wie bspw. Spezialwaffen freischalten.

Eben noch eingesperrt, schießen wir den Käfig kurzerhand auf, sodass der gemeingefährliche Tiger fleißig die Feindbasis aufwühlen kann, bevor wir...

... ihn schlachten und seine "Haut" zum Craften abziehen. Achtung: gerade zu Beginn ist der Dschungel enorm gefährlich für den Spieler. Tigerbegegnungen sind spannend.
Tiger für die Nachwelt - eine ausgebaute Brieftasche umfasst NOCH mehr Geld. $___$ Yeey!

Echt nützlich ist aber in der Tat das Herstellungs-Feature. So könnt ihr Blüten von Pflanzen abzupfen und damit Heilungs- oder Buffitems herstellen (ich habe aber nur Health, niemals Buffzeugs gebraucht). Wirklich cool ist aber die Jagd nach Wildtieren, die ihr ganz einfach ohne speziellen Skill häuten könnt (obwohl eindeutig sichtbar das Fleisch in euer Inventar wandert). Mit dem lassen sich eure Taschen ausbauen und jeweils die nächstbeste Stufe herstellen.
So könnt ihr immer mehr Munition, bis zu 4 Waffen oder viel mehr Geld mit euch herum schleppen.


Das ist super und macht derbst Laune - bis ihr (spätestens bei der Hälfte des Games) alles upgegradet habt und es dann einfach nichts mehr gibt.
Die Tierwelt stirbt dann quasi aus eurem Interessensgebiet aus.
Trotzdem war es saucool zu Beginn mit Pfeil und Bogen durch's Gebüsch zu schleichen und Tiere sowieso Gegnerminibasen wegzuräumen.

Ganz klar aus Assassins Creed abgeschaut: die Funktürme, die man jeweils einzigartig hochklettern und synchronisieren muss. Andernfalls hat man hell-dunkelblauen Matsch auf der (Mini)Map unten links.

Auf der Übersichtskarte, die pro Zoomstufe mehr Kleinkram anzeigt und sich beim Rauszoom auf's Wesentliche konzentriert, zeigt sogar Tiere (Crafting-Grundlage).

Apropros Gegnerbasen: die gibt es genauso wie Funktürme, die erst freigeschaltet werden und vorher besetzt sind. Funktürme erweitern die Weltkarte und zeigen euch detaillierte Standortinfos, Gegnerbasen sind wie in Teil 2 kleinere Zwischenlager mit Kaufshop und Schnellreisefunktion.
Hier aber die Verbesserung gegenüber dem Vorgänger: einmal leergeräumt, erscheinen da NIEMALS mehr Gegner. Auch wird nicht versucht wie in "Jagged Alliance 2" den Posten zurückzuerobern. Gesammelt ist gesammelt.


Die Gegner an sich sind aber nicht unklug, werfen gezielt Granaten, flankieren euch fies oder sind allgemein aggressiv. Bis auf Molotov-Man, Normalo oder BigGepanzert gibt's aber keine weitere große Gefahr. Hunde sind nervig, aber schnell tot - und wer für anfliegende Heli's keinen Granatwerfer mitnimmt, ist selber Schuld. Jede Minibasis hat mehrere Alarmknöpfe, die bei Betätigen Verstärkung ruft - also besser vorsichtig vorgehen.
Das gibt außerdem mehr Erfahrungspunkte.

Aufsätze sind sammelbar und dienen der perfekten Individualisierung. So wird jeder Schießprügel zum lautlosen Stealthinstrument. Nur im Shop modifizierbar!

Ja, richtig gehört. Damit steigt ihr auf und verdient euch jeweils einen Skillpoint. Den setzt ihr in 3 Kategorien in jeweils einen Baumverzeichnisplatz ein und schaltet coole erweiterte Takedown-Moves frei, sammelt mehr von toten Feinden oder habt mehr Basic Health.


Auch cool ist, dass freigeschaltete Funktürme auch Waffen, die vorher was gekostet haben, im Shop nun für immer kostenlos anbietet. Genial! Auch toll: dass ihr Aufsätze für Knarren kaufen und beliebig wechseln könnt. So ist es ein Leichtes schnell mal für den nächsten Einsatz die neue Konfig anzupassen.

Erst Paragleiter fliegen (yippie!) ...
... dann Cannabisfelder abfackeln mit Worten wie "Yeahahahah, ist das geil!" und Dubstep-Musik. Hat was, wirkt aber leicht wie "eine Zielgruppe ansprechen, die eigentlich nicht mal FSK18 erreicht."

Schön gefallen hat mir auch das Missionsdesign der Hauptmissionen - schön schlauchig und größtenteils echt dicht in einer spannenden Egoperspektive erzählt. Hier lasst ihr erst die Maus los, wenn der Abspann über den Bildschirm flimmert.

Das Feuer breitet sich auch wie in Teil 2 (damals Special Feature) realistisch aus.

Aber leider gibt's da einen dicken Schnitzer, den ich bis jetzt NICHT nachvollziehen kann.
Hauptcharakter Jason hat einen üblen Gegenspieler - Vaas. Vaas lässt bereits seit der E3 von sich reden, taucht auf dem Cover und als "Limited Edition"-Wackelfigur auf.
ABER WARUM ZUM TEUFEL IST ER AB DER ZWEITEN HÄLFTE DES SPIELS FORT?
Was mit ihm passiert, verrate ich nicht, aber er an seiner Stelle tritt dann irgendein anderer uninteressanter Bösewicht, den man schon in zig Filmen gesehen hat.
Kurz vorm Ende hatte ich neu aufschillernde Hoffnungen, dass er nochmal erscheinen würde, aber nein... dem war nicht so.
So kann man im Prinzip das irgendwie leicht deplatziert wirkende zweite Inselchen getrost außer Acht lassen.

Doofe zweite Insel wirkt irgendwie mehr gewollt, aber nicht gekonnt. Schauplätze entfalten nicht mehr dieselbe tolle Magie.

Außerdem schade: die Story endet ein wenig urplötzlich, obwohl sie dennoch ungemein dicht war. Und ob dieses oder jenes Ende: ein leicht depressiv wirkender Eindruck wird dennoch bleiben.
Jetzt mal ganz im Ernst... Citra ist zwar hübsch, aber ihre Punk-halb-abrasiertes Kopfhaar inklusive Rastalocken ist jetzt nicht so der Hingucker, eher ihr Körper und das Gesicht.

Hübsch VS...

... nicht ganz so hübsch.

Aber Jason's eigentliche Freundin ist da schon eher eine eindeutige Schönheit - warum es mit ihr dann irgendwann nicht mehr klappt und die erwartete Heldenromanze nicht auftritt, ist ein halber Schlag ins Gesicht. Wenn sie schon Fickereien zeigen können, dann wohl auch eine ordentliche Knutscherei. ;)

Messerwerfen und andere Minispiele wie Poker sind zwar nett, aber aus meiner Sicht komplett uninteressant.

Was mich aber immer wieder ungemein zum Erstaunen gebracht hat, war die fesselnd bildschöne Grafik, die auf einer Nachfolgerversion von der des Vorgängers basiert. Schöner kann ein Dschungel nicht sein: ob über oder unter Wasser, inner- oder außerhalb von Höhlen, Figuren oder das Buschwerk - hier macht man im wahrsten Sinne des Wortes Urlaub - und erlebt trotzdem noch eine gut erzählte spannende Geschichte mit kleinen Elementen, die einen faden Beigeschmack hinterlassen.

Witzig: erst sitzt der NPC noch hinten auf der Kiste (vorherige rasante Fahrten mit Hügeljumps machten ihm NIX aus), nach diesem Unfall hier steht er auf... und ertrinkt just danach. Genial!

Immer empfiehlt es sich von weitem sein Vorgehen zu planen und dabei mit Digitalspiegelreflexkamera Gegner zu markieren - so sind sie auch aus der Ferne und hinter Objekten stets sichtbar und charakterisiert. Rechts das normale Raubein, links der missionswichtige Itemträgeroffizier.

Der Schwierigkeitsgrad ist nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer. Dank der vielen Möglichkeiten zahlt es sich sowieso aus lautlos vorzugehen und Feinde voneinander wegzulocken.Jedoch hätte ich mir hier mehr Abwechslung in den Nebenmissionen gewünscht - zwar gibt es einzigartige, aber die sind a) zu lau präsentiert und b) gibt es viel zu viel "Hirsche jagen" oder "Typ im Nahkampf töten"-Aufträge, die ich für meinen Teil irgendwann nicht mehr erledigte, da ich eh schon keine Skillpoints mehr vergeben konnte.

Lustig: auch mit einer lauten Sniper Rifle macht ihr Unterschlüpfe später ungesehen klar.

Spieldauer: ca. 17 Stunden. 10 mehr, wenn man alles sammeln möchte.

Trotzdem spreche ich hier eine klare Kaufempfehlung aus.

Ich bin mir sicher, dass es sich bei euch ein wenig komisch anhört: "Erst meckert der soviel und jetzt sagt er trotzdem, dass ich's mir kaufen soll...". Das stimmt! Mir merkt man eben noch die leichte Enttäuschung / Ernüchterung an, die das Spiel ab der zweiten Hälfte entfacht hat, in der ich eigentlich nur noch gehofft habe, dass alles wieder genauso geil wie am Anfang wird.



Zerstörung macht auch hier - nicht nur optisch - viel Laune.

Vielleicht war es aber auch die Ernüchterung nach dem schönen Gameplay zu Beginn - als ich dann am Ende nur noch ein bestimmtes Programm abspulte und wusste, dass ich nicht mehr viel an mir verbessern kann. Geile Waffen, fast stetige Übermacht (bei Gepanzerten Sniperrifle nutzen, andere bekommen das schallgedämpfte MG und eine grüne Spritze richtet auch die derbsten Wunden fix und zuverlässig).

Hin und wieder gibt's mal spannend abgefahrene unter Drogeneinfluss gespielte Szenen. Mehr davon hätten garantiert nicht geschadet.

Wahnsinn und "Alice in Wonderland", auch die Kombination mit FC3 ist gut gelungen.

Also...


Fazit:
Wer wieder nach Open World im Dschungel dürstet und eine gute Egoshooterstory mit dichtem Flair sucht, wird hier nicht nur optisch, sondern auch akustisch und gameplaytechnisch außerordentlich bedient. Jedoch hätten einige Kinderkrankheiten nicht sein müssen (zu schnelles Ende, kein Vaas mehr ab der Hälfte, häufige Clone-Nebenmissionen).

Kommentare:

  1. Teil 1:

    Nach langer Zeit muss ich nu auch noch meinen Kommentar abgeben ;)
    Ich schicke erstmal mein gutes Fazit vorweg, um das Spiel dann zu zerreissen! :D

    Kaufempfehlung? JA! Das Spiel ist (auf dem PC) WUNDERSCHÖN (!!) und versteht es durchaus einen mit der Geschichte zu fesseln. Man ist sehr lange motiviert, hat vor allem am Anfang wirklich Abwechslung und die einen umgebenden Charaktere sind toll. Ich halte Far Cry wirklich für den besten Shooter seit langem... da seit geschätzen 10 Jahre aber nur noch Kacke erschienen ist, bedeutet das nicht dass es keine schlechten Seiten des Spiels gibt! Und die Liste der Sachen die mir aufgefallen ist ist leider lang....

    Womit fangen wir an? Am Besten beim Start.. ;)

    Da der Anfang relativ spannend ist, fällt einem dabei garnicht auf wie schwachsinnig er eigentlich ist.. Mein Bruder befreit mich, knüppelt 2 Wachen nieder und ich bin nur am jammern "Ohhh, wie schrecklich, Menschen töten, sowas geht doch nicht!" Warum mich mein Bruder dann statt aus dem Lager zu verschwinden DIREKT unter die Hinrichtungsbühne mit Vaas darauf führt, der uns selbstverständlich erwischt, bleibt ungeklärt... mein Bruder wird mir dank der Kugel in seinem Kopf wohl nicht mehr Rede und Antwort stehen können... ich renne auf jeden Fall wie bekloppt durch den Dschungel, überlebe natürlich und stolper ins Wasser.. was einer göttlichen Rettung gleichkomt, denn ein neuer schwarzer Typ zieht mich aus dem Wasser und alles ist gut... waren da nicht eben noch 1000 Soldaten und Kampfhubschauber wenige Meter hinter mir?

    Sobald ich aufwache und kurz erklärt bekomme, dass die Inselbewohner mich wohl brauchen, schnappe ich mir eine Waffe und metzel das erste Camp wie ein Profikiller nieder.. habe ich nicht eben noch rumgeflennt weil mein Bruder sonem Kerl was auf die Mütze gegeben hat?

    So, worüber mecker ich jetzt?

    Story und Nebenmissionen! Die Story ist eigentlich ganz nett erzählt.. das Problem? Sie ist KURZ! Du hast das Spiel gespielt und denkst dir "Ich hab doch ewig gespielt!"? Dann ziehe von der Spielzeit doch bitte sämtlich Nebenmissionen a la "Camps plattmachen", "Tiere jagen" oder "Türme hochklettern" ab.... immernoch viel? Dann ziehe von der übriggeblieben Spielzeit nochmal die Zeit ab die du durch den Dschungel gerannt bist um zu den Missionen HINZUKOMMEN! Was bleibt übrig? 3 Stunden? 4 Stunden? Und wie schon angesprochen wurde ist der vielgelobte Vaas nach ner Hälfte der Zeit tot... und wie ich finde noch dazu sehr unspektakulär, ich war mich nicht so recht sicher ob er nu wirklich hinüber ist, bis mir in Gesprächen mit NPCs davon erzählt wurde..

    Die Nebenmissionen machen am Anfang Spaß, später ist es einfach nur noch Routine... in allen Magazinen wird immer gelobt, wie vielfältig man die Camps erobern kann... in der "Realität" habe ich aber schnell gelernt, effektiv ist nur 1) Feinde mit der Kamera markieren 2) wenn vorhanden, Tigerkäfig aufschießen 3) Alarm deaktivieren 4) TÖTEN!

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  2. Teil 2:

    Ist es möglich ein Camp zu übernehmen, wenn der Alarm ausgelöst wurde? Ich habe es selbst am Spielende nicht geschafft, es kommen einfach ohne Ende immer mehr Gegner, mehr als man Munition hat und man sollte schnellstens das Weite suchen..

    Wenn man die Camps übernimmt, kommen übrigens ein Paar Freunde angefahren und fühlen sich pudelwohl im Camp (klar, ich hab ja auch die Arbeit gemacht, ihr Mistkerle! ^^).. sobald man sich aber umdreht ist das Camp wieder leer.. eine Chance vertan die Insel EIN WENIG lebendiger zu machen.. viel zu sehen gibt es außer Dschungel nämlich nicht..

    Irgendwann war es mir auch zu blöd die Statuen, japanische Erkennungsmarken usw zu suchen.... hat man eh nichts von.. irgendwann hat man alle Waffen, alle Rucksäcke usw... dann kann man eigentlich ausmachen (ich schiebe seit 3 Monaten die letzte Mission vor mir her!) Dann kann man sich auch endlich das ewig dauernde looten der Leichen sparen..

    Wo wir bei Überflüssigen sind: Kräuter einsammeln? WTF? Wenn ich ne Healthspritze haben will, kaufe ich eine, Geld hab ich eh wie Heu.. da renne ich doch nich durch die Gegend und such die Kräuter dafür! Der Bogen der von allen so gelobt wird ist meiner Meinung nach genauso bekloppt.. Ich habe mittlerweile ein paar JahrZEHNTE Shootererfahrung, aber habe mit dem Drecksding nichts getroffen... bzw. es ist keiner gestorben, auch wenn der Pfeil in die Stirn ging.. wozu n Bogen, wenn ich n Sniper mit Schalldämpfer habe?

    Die Takedowns die man das ganze Spiel über sammelt hätten sie auch behalten können... die habe ich genau einmal genutzt, in der 2. Mission wo der Takedown das Missionsziel ist...

    ..als ich das zweite Mal gezwungen wurde zu pokern wollte ich schon ausmachen.. Ich KANN und WILL nicht pokern.. irgendwie gings mit weiterklicken auch, ohne dass ich wusste was ich tue, aber was soll das?

    Die ganze Story um Buck is auch bekloppt... ich lass mir Aufträge von ihm aufzwingen, um meine Kumpels zu finden... und dann knalle ich ihn doch ab.. dafür zeigt er einem wenigstens die uralte Höhle mit den chinesischen Schiffen... eine Szene bei der ich wirklich Gänsehaut bekommen habe, so wunderschön ist sie... leider stürzt die Höhle sofort ein und man kann den Anblick nicht genießen! FUCK YOU!!

    Und warum brauche ich einen Möchtegern-Agenten der mich auf die 2. Insel fliegt? Bis zu dem Pnkt bin ich mit Booten mindestens 10x so weit gefahren!

    Far Cry 3 hat mich mehr als einmal stark an Just Cause 2 erinnert... mit dem schwerwiegenden Unterschied, dass es keine Hubschrauber gibt! Wie oft war ich unendlich genervt weil ich wieder ne Stunde durch den Dschungel brettern musste!?

    Zum Schluss noch eine gute Nachricht für alle Tierfreunde unter euch: Haie sind in keinster Weise vom Aussterben bedroht, die schwimmen bloß alle um "Jasons Inseln"! 10 Haie pro m², mindestens! ;)


    Und zum wirklichen Schluss präsentiere ich euch den FAIL überhaupt: Das Speichersystem! Ich habe ein Savegame.... ich kann also immer weiterspielen... aber glaubt ihr Spinner wirklich, dass ich jetzt nochmal komplett von vorne anfange, die Camps leerballer, die ganzen Tiere jage um größere Taschen zu bekommen, um nochmal in die Höhle mit dem Schiff zu kommen!

    FUCK YOU #2!!!!

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  3. Fette Kommentarwelle² - wunderbar! :D

    Bei Teil 1 deines Kommentars stimme ich dir restlos zu! :) Sehe ich genauso.
    Vor allen Dingen dachte ich mir das mit Vaas auch - ist er nun tot? Oder nicht? Diesen Fail hinzukriegen, dass man darüber nicht Bescheid weißt, ist eigentlich eine Grundlage ihn "wieder auferstehen" zu lassen. Kommt aber nix. Der Spieler wurde einfach so verarscht.

    Zu Teil 2:
    Camp übernehmen, obwohl Alarm ausgelöst wurde? Klar! Habe ich allzu oft gehabt. Ich glaube aber du meinst: "Ist es möglich sie auf der zweiten Insel trotz Alarms noch zu übernehmen?" - Antwort: schwer. Richtig, es kommen einfach viel zu viele angedüst. Man muss sich irgendwo versteckten, darauf achten, dass niemand mit Granaten nervt und dann Saures geben. Jeder, der sich gut vorbereitet, nimmt auch einen Granatwerfer oder Sonstewas mit ordentlich Bumms mit. Für den absoluten Notfall.
    Anfangs habe ich immer im Nahkampf gearbeitet, später nur noch mit Silent Sniper - da hat mich KEINER gesehen und auch niemand den Alarm ausgelöst. Total unfähig die Leute.

    Extras für das Einsammelbare gibt's aber doch (wie z.B. ganz spezielle Waffen), wohl aber viel zu selten. Trophykrempel eben = Erkennungsmarken, Statuen und Pipapo.

    Kräuter einsammeln. Ja, ich fand's auch trivial. Grüne Kräuter = yeah. So konnte ich die paar Dollar sparen und mir dann irgendeine Waffe kaufen, die ich eher haben wollte als die Türme zu entdecken (und dadurch neue Knarren für lau freizuschalten). Der andere Kräuterkram = nie genutzt, egal.

    Den Bogen fand' ich aber cool, weil der mit seinen Punkten ja die Distanz angibt und man selbst schätzen muss. Danach kann man die Pfeile wieder einsammeln - und ein Kopftreffer lässt den Gegner kommentarlos in die Knie sinken. Später aber völlig egal das Ding. :D

    Takedowns sind völliger Schwachsinn.
    Das letzte was ich freigeschaltet hab, weil ich sonst nichts mehr freischalten konnte. Besonders die Wassertakedowns sind nur an 2 Stellen in der Story wichtig. Gratulation.

    Japp, Pokern war Bullshit. Einmal musste man (Hauptmission = egal wie man spielt) und einmal konnte man (Nebenmission = da musste man alle abziehen). Aber sonst ist's auch nicht meins.

    Der Rest:

    :D Go, RR, Go!

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