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Samstag, 3. Dezember 2011

MGS HD Collection (PS3 - Special)







Jetzt gibt's auch schon Vorab-Tests?

Nein, das nicht - aber eine Meinung zu der auf den 03.02.2012 verschobenen PS3-Release von Metal Gear Solid als kleine HD Collection. Wie derzeit äußerst beliebt versucht jede Firma mit einer HD-Fassung von beliebten Klassikern nochmal ordentlich Kohle zu scheffeln. Raffgierig & sparsam mit Neuerungen geht es dabei dem Geld der Fans an die Brüste.
Ich gestehe, dass ich bei einigen Spielen auch schon zugegriffen habe - aber nur deshalb, dass ich es erneut spielen und noch dazu mit Trophy-Unterstützung im Regal zu stehen habe.
Leider aber bieten die Versionen meist nur ein paar aufgebohrte Texturen, die damals beim Originalrelease meist auf dem PC eh schon verfügbar waren.
Dann gibt es z.B. bei Splinter Cell: Chaos Theory HD die Tatsache, dass der geniale Multiplayermodus fehlt. Keine Ahnung, ob man es sich sparen wollte Server bereitzustellen oder ob das noch schwieriger geworden wäre umzusetzen - Fakt ist, dass ich 10 € ja gleich in die komplette PC-Saga PLUS Teil 4 (die HD-Collection für PS3 enthält nämlich nur Teil 1 bis 3) investieren kann und dabei mehr Funktionen habe anstatt für die PS3 alle 3 Teile für ca. 30 € zu kaufen.

Sinnlos, oder?

Aber den Berg des Unfassbaren machte sich mir bei MGS breit. Ich liebe die Serie um den unverwechselbar coolen Helden Solid Snake. Allerdings kenne ich die alten MSX-Ableger (die ersten) nur durch AVGN-Videos und habe selbst erst mit der Saga ab "Metal Gear Solid 1" begonnen und höchstens noch sämtliche PSP-Teile und ein Spiel für den Gameboy Color gespielt. Es sind schlichtweg Meilensteine und so hatte ich mich fast schon auf die HD Collection gefreut....

...doch mit Entsetzen musste ich feststellen, dass lediglich "Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty", "Metal Gear Solid 3: Snake Eater" und der PSP-Ableger "Metal Gear Solid: Peace Walker" dabei sind.

Was wirklich JEDEM auffallen dürfte, ist die Tatsache, dass der brachial geniale Teil 1 fehlt. Und Teil 4 beendete die Reihe vor über 3 Jahren (Juni 2008). Warum fehlt also der erste Teil?
Er erschien damals auf PSX 1, aber da es ebenso Emulationen diverser Games von der ersten Konsole im PSN zu kaufen gibt, ist es ja trotzdem kein Problem das ebenso dort anzubieten oder ganz einfach: es auf einer PS3 zum Laufen zu bringen.
"MGS 4: Guns of the Patriots" ist mittlerweile so alt, dass man es alt Platinum-Version hinterhergeschmissen bekommt. Und eine "Collection" heißt für mich glasklar, dass ALLES bisher Erschienene (zumindest die Hauptteile der Saga) gebündelt herauskommt.

Doch irgendein Gehirn-verpesteter Vollidiot hat doch tatsächlich gedacht, dass es trotzdem noch toll ist 2 der allerbesten Teile einfach wegzulassen und dafür das gewöhnungsbedürftige und nicht so wirkliche MGS "Peace Walker" hinzuzudonnern. Ich weiß noch wie ich mir im letzten Winter, als ich es mir für die PSP kaufte, die Zähne an den ständig sich wiederholenden Panzerzwischenbossen ausgebissen habe, nur weil dort ein Panzer (höherer Schwierigkeitsgrad) mal eben 50 Raketen aushielt, bevor er langsam dahinscheidet. Das ist einfach reiner Bullshit und diese sich ständig wiederholenden Aufgaben auf bereits bekannten Maps nervte nach einer Zeit einfach nur.
Wir haben insgesamt also wenig Original-Snake in dieser Sammlung, da Teil 2 ja überwiegend (außer der Tankermission zu Beginn) mit dem gewöhnungsbedürftigen Manga-Raiden mit seiner ach so perfekten Lover-Tolle abgeht und "PW" einfach kein vernünftiges Metal Gear Erlebnis bietet, da man (ich glaube mich recht zu erinnern) nicht nur Snake spielt und es mit kleinen Level-Arealen, einem sich wiederholenden Spielablauf und strangen Missionen gespickt ist.

Außerdem liegen der Fassung 2 MSX-Teile (die ersten vorhin angesprochenen beiden) bei - also ist auch für Retro-Charme gesorgt - nur leider nicht für vollendete Befriedigung.

Leider gibt es - wie in einigen Foren zu sehen ist - einige Vögel, die keine ernsthaft glaubwürdige Meinung haben und wie Drogenjunkies direkt zum nächsten Händler laufen und denen ihr Geld für solch eine Frechheit in den Rachen werfen. Wegen solchen Leuten existiert so eine armselige Verarscheaktion seitens Konami.
Und deshalb bitte ich euch: überdenkt zumindest euren eventuell angestrebten Kauf nochmal. Es lohnt sich wirklich, wenn man den Anfang und das Ende der Reihe im Regal zu stehen hat und nicht einfach nur 2 Teile dazwischen.



Sonstiges:
  • Reihenfolge der 4 Teile: 3, 1, 2, 4 - somit kann man mit dieser Collection den Beginn und einen Teil mittendrin spielen (= sinnlos)
  • auf dieser Website zavii bot der Verkäufer mal in einer auf 4000 Exemplare streng limitierte Fassung mal zusätzlich Teil 1 und 4 an - leider wird sie nicht mehr gelistet (evtl. ausverkauft) - zavii war dabei der Einzige, da er sich gesonderte Rechte sicherte


Fazit:
Ein schlechter Scherz für echte MGS-Fans. Warum fehlt Teil 1 und 4, der Anfang, der Abschluss und gleichzeitig das Herz dieser genialen Reihe?
Ich verstehe diese grenzdebile Narrenhaltung nicht. Du, lieber Leser, falls du es noch nicht wusstest: Konami will nur dein Geld und vertraut auf deine Dummheit... also sei klug und warte ab bis man dir Besseres anbietet!

Freitag, 2. Dezember 2011

HdR - Krieg im Norden




Schneeblind setzten sie sich den einen Ring auf...

Das Herr der Ringe - Franchise muss mal wieder herhalten. Ohne auf frisches Kinofilmmaterial zurückzugreifen liefern die Snowblind Studios ("Champions of Norrath", "Baldur's Gate Dark Alliance" oder "Justice League Heroes") nach langer Schöpfungspause nun ein 3rd-Person-Action-Spiel, das mit ein paar RPG-Elementen und einem netten COOP-Modus für bis zu 3 Spieler gesalzen ist.
Kein EA-Fließband-Siegel drauf - kann das also nach dem letzten missglückten Ableger "Conquest" also für Actionherzen nun bedeuten, dass die damals zu Zeiten der Kinofilme veröffentlichten Kloppumsetzungen nun einen dicken würdigen NextGen-Bruder bekommen?
Au ja!



Neue Gesichter

Anders als sonst gewohnt spielt ihr hier keinen der im Film gezeigten Helden und auch nicht Teile dieser Story, sondern eine andere, parallel ablaufende Geschichte. Das klingt ganz nett und orientiert sich nach den Büchern, doch leider ist das für Nicht-Tolkien-Begeisterte / Neutrale, so möchte ich meinen, nur weiterer Standardkram, der hier und da versucht sich spannend zu erzählen.
Agandúar, eine fiese rechte Hand Sauron's baut im hohen Norden Mittelerde's eine schlagkräftige Monsterarmee auf und nur die 3 Haupthelden, bestehend aus Waldläufer, Zauberin und Zwerg (die zwar nicht Aragorn, Gandalf(ine) und Gimli heißen, sich aber quasi ähnlich benehmen bzw. ebenso nichts Neues sind) können das Unheil abwenden. Is' klar...
Jedenfalls beginnt das Spiel in Bree und ihr bekommt von Aragorn den Auftrag die Bösewichte von Bree wegzulocken, damit Frodo ungehindert eintreffen kann. Später kommt ihr dann noch nach Bruchtal, aber mehr als Gebirgspfade, einen Wald, Höhlen oder Gemäuer, die aber zugegeben hübsch designt sind, bietet der Spielverlauf nicht. Dieser Ort "Bruchtal" sagt mir als Filmkenner natürlich noch was, aber dann hört es auch scho auf. Ob die Map jetzt "Nordinbad" oder "Gundabad-Berg" heißen oder nicht, wird hier nur den echten Fan interessieren - woanders habe ich die dargebotenen Ambiente eh schon x-mal gesehen. Wohlmöglich sogar besser.
Wichtig ist noch zu erwähnen, dass bekannte Charaktere wie Legolas, Gandalf, Arwen oder Frodo nicht die Original- aber ebenso professionelle Stimmen abbekommen haben. Ein wenig seltsam.



Grafik, Suchtfaktor und kleine Nervereien

Das Spiel kann sich nicht nur sehen lassen, sondern läuft auch dabei noch mit flüssiger Framerate ab. Die Landschaften sind schön designt und strahlen Atmosphäre aus - leider vernichtet das schlauchige Leveldesign aber manchmal den Entdeckerdrang. Nur hier und muss man sich an einer Abzweigung mal für einen von zwei Wegen entscheiden, aber meist ist es dank schon von weitem sichtbaren Checkpointwänden sichtbar, wo es zum Extra oder Nebenquest geht. Viel erwartet euch dabei nicht außer wieder mal das x-te Fass oder die x-te Truhe, die irgendein Schnodder oder doch was Interessantes enthält. Ihr könnt im Inventar sehr viele Sachen verstauen, eine Gewichtsbegrenzung gibt es nicht - und jede Itemklasse (Helme, Brustpanzerung, Ringe, usw.) hat seine eigene Kategorie mit jeweils enorm viel freien Slots. Bei mir ging es nie über die 2te von ca. 8 Zeilen hinaus, weil ich nach einer Zeit beim örtlichen Händler mal gegen Bares aufräumen war. Sehr schön ist es, dass man beim Betrachten eines neuen Ausrüstungsgegenstandes den Vergleich zur ausgerüsteten sieht. Rote oder grüne Pfeile signalisieren dabei den Effekt. Manche Waffen lassen sich mit Zaubersteinen dauerhaft verbessern, manche sind schon verzaubert, aber eines haben sie alle gemeinsam: sie können kaputt gehen. Und bei Waffen ist das besonders kritisch, weil sie ab der Hälfte der "Health" Leistung verlieren und ihr quasi mit einer zwar optisch makellosen, aber sonst sich wie ein Knüppel verhaltenden Klinge nur noch Rattenbisse gegen riesige Trolle verursacht.
Gegenstände findet ihr recht häufig, sodass der Sammel- und Verbesserungstrieb ordentlich angeheizt wird. Genauso schnell steigt ihr auch Stufen auf, bei denen ihr Grundattribute wie Stärke, Ausdauer, Wille usw. verbessern, aber auch eine Fähigkeit von 3 Charakterbäumen erwerben bzw. ausbauen könnt. So kann der Bogen des Waldläufers bald mehrere Pfeile auf einmal abschießen oder ihr beherrscht einen Spezial-Wirbelangriff oder habt passive Rüstungsvorteile. Verskillen kann man sich meiner Meinung nach schlecht, da man im Laufe der Kampagne so viele Levels aufsteigt, dass man auf jeden Fall das Richtige wählt. Im direkten Kampf ist es sowieso unablässig immer die möglichst besten Sachen zu besitzen, den Gegner kennenzulernen (keine Angst, es gibt nicht viele Gegnertypen und diejenigen, die es gibt, werden ziemlich oft in kleineren arenenartigen Kampfarealen wiederholt), heftigen Angriffen STETS auszuweichen, Fähigkeiten der Mitstreiter (Flächenheilung z.B.) zu nutzen oder Spezialangriffe sowohl vom Schwert als auch vom Bogen (Heftiger Schuss z.B.) einzusetzen. Nur, wenn ihr das beherrscht, besteht im Singleplayer eine Chance.
Denn der Computer, der die Rolle über die 2 restlichen, immer anwesenden Teamkollegen übernimmt, verhält sich gern ziemlich dumm. Heftigen Angriffen weicht er nicht aus, steht oftmals ohne Reaktion wie ein Felsbrocken hindern im Weg herum, wenn es gerade darauf ankommt oder versucht einen zu heilen, wenn es doch aussichtslos ist und er immer wieder mit Schlägen von der Aktion abgehalten wird.
Denn: sterben kann man nicht so leicht. Geht ihr zu Boden, haben eure Mitstreiter unendlich lang Zeit euch wiederzubeleben. Das dauert kurz und wird bei heftigen Attacken durch Gegner abgebrochen - sind alle in diesem Zustand der "Trance", ist das Spiel vorbei und ihr beginnt am letzten Savepoints nochmal. Meist kein Problem - nur wenn die Entwickler meinten es wäre cool euch mal 2 Trolle und mehrere starke Zwischengegner mit "Umrempelfähigkeit" entgegenzuwerfen.
Glück und Cojones führen hier dann letztendlich zum Sieg. ;)



I'll be back!

Die einzelnen Levels, die nur 1 Hauptweg zum Ziel haben, stellen das Grundgerüst des Spiels dar. In - wie vorhin schon bemerkt - schlauchartigen Levels bahnt ihr euch den Weg bis zum nächsten Zwischenboss, der samt Healthbar daherkommt und ganz schon viel aushält.
Danach geht es mittels der Weltkarte zu einem neuen freigeschalteten Ort / Level. Dabei könnt ihr alte bereisen oder in die kleinen Städte (es gibt im Laufe der Story mehrere) reisen, um Ausrüstung zu reparieren, Quests (die fast nur "Hol' mir das!" bestehen - was man eh im Level selbst ohne Probleme findet, da man praktisch drüber läuft) zu aktivieren bzw. beenden oder Gegenstände zu kaufen oder verkaufen. Dabei besitzt ihr quasi später so sündhaft viel Gold, dass man euch auch die Sachen hätte schenken können.
Schade ist allerdings, dass die vielen Gespräche zwar Antwortmöglichkeiten bieten, aber immer nur EINEN Ausgang des Gespräches. Egal was ihr antwortet - und es wird viel gelabert - so viel, dass es schon unerträglich nervt und man glücklichweise die Parts überfliegen und -springen kann (stückweise). Es ist ja nicht so, dass ich lesefaul bin, nur in einem Actiongame haben diese einschläfernden Dialoge nix zu suchen, wenn sie kaum Information, sondern nur heißes Gerede um den heißen Brei mit lauter Eigenbegriffen (Elrohir, Spackinir, Kofahiim, Delhidra, Schimpanum, Klaahidri und Rehadam, bla bla bla bla bla) bieten. Warum werden mir so viele, entschuldige: grenzdebilen Namen selbstverständlich und in kürzester Zeit entgegengeballert? Es klingt befremdlich und lächerlich. Hey! Ich bin ein Neuling und kein HdR-Nerd.

Nach ca. 10 Stunden seid ihr durch - und könnt euch im Netzwerk (auf PC leider kein Lokal-COOP möglich, sondern nur über LAN oder WWW) zusammen nochmal auf einem schwierigeren Level mit beibehaltener Erfahrungsstufe durch die Horden kloppen. Denn Gegner warten auf euch viele - und manchmal ist es schon nervig wieder einmal 15x auf den fetten Ork da zu pelzen ehe er wie seine 32984738945 Kollegen davor endlich umklappt und man im Level weiter voranschreiten darf.



Fazit:
HdR - Krieg im Norden macht wirklich einen riesigen Spaß - das Leveling-System motiviert, die hübsche Grafik weiß Fan-vertraute Orte nach Buchvorlage zu verzaubern und die vielen Items heizen den Sammeltrieb richtig an. Richtig genial wird's erst, wenn man die dummen KI-Begleitert durch Menschen im COOP-Modus austauscht. Leider aber ist die Story nicht mehr als 08/15 und wird mit den uninteressantesten Dialogen der Videospielgeschichte mächtig zerstört. Ein paar unfaire Stellen & Klongegner(armeen), die niemals aufgeben wollen stellen sich dann den Pluspunkten gegenüber.
Klar gewinnt aber der Funfaktor, weswegen Freunde COOP und Tolkien beruhigt zugreifen können, wenn sie sich im Klaren über den repetitiven Ablauf sind!

Montag, 28. November 2011

Afterfall: Insanity




Dead Space Reloaded

Vom Titel "Afterfall: Insanity" hat vielleicht der eine oder andere schonmal was gehört. Und nun ist der Titel von den Intoxicate Studios draußen. Laut durch die offizielle Webseite hervorgerufene Spekulationen müsste das Studio ein polnisches sein - jedenfalls sind sie Indie-Entwickler und ohne festen Publisher, der auf das Erstlingswerk Druck ausüben könnte.

Im Vorfeld war es ein "Geheimtipp", der das bizarre Flair von "Clive Barker's Jericho" mit dem süchtig machenden Spielsystem von "Dead Space" vermischen könnte.
Nun ist es draußen und wirkt wie ein "Dead Space"-Klon, der nicht so ganz überzeugt, aber für ein Indie-Studio schon eine bemerkenswerte Leistung ist.



Eine Knarre bringt immer Licht ins Dunkle

Der dritte Weltkrieg wurde ausgelöst und die übrig gebliebenen Menschen flüchteten sich in unterirdische Verstecke - so eine Art "Riesenbunker" für ganze Menschenvölker. Der entstandene Schrecken an der Erdoberfläche ist längst vergessen und man lebt so vor sich hin in der unterirdisch hoch technologischen Stadt im Jahre 2035.
Du bist ein Psychologe, der anfangs ganz normal Leute trifft und vor sich hin lebt - bis etwas Seltsames in der Station passiert.
Natürlich hat es mit "Infizierten", auch Monsterähnlichen Gestalten zu tun, welche aber mit 2 Händen dicke abzuzählen sind und euch in der gesamten Solokampagnendauer von 6 Stunden niedrig dosiert beschäftigen, aber nicht ernsthaft in Gefahr bringen oder einfach überhaupt nicht schocken.

Das liegt unter anderem daran, dass man "Afterfall: Insanity" (übrigens ist "Afterfall" ein Universum, das noch weitere Ableger bei Erfolg heraus bringen soll) nie Render-, sondern nur Ingamesequenzen angucken kann. Manchmal haben sie (leichte) Quick-Time-Events, aber meist sind Gespräche oder schrecklich inszenierte Choreographien dominierend. Leider schauen die "Puppen" mit den Augen nur starr geradeaus und die englischen Sprecher sind dermaßen unmotiviert und unprofessionell, dass die "Ödigkeit" ansteckend wirkt. Jedenfalls fühlt man sich an eine sich viel zu ernst nehmende Augsburger Puppenkistenvorstellung erinnert. Da die Monster sich auch komisch bewegen und oftmals ein leichtes Ziel sind, obwohl es gern an Munition mangelt oder euch kurzerhand bis zu 6x im Storyverlauf alle Waffen abgenommen werden, machen sie einem keine Angst.
Im Notfall geht es eben mit den zahlreichen, fast nie kaputt gehenden Waffen (es gibt nämlich eine Ausnahme), die überall rumliegen, den Feinden auf den Leim. Dabei ist das Kampfsystem träge und macht einfach keinen Spaß. Dass die stärkste Waffe so langsam zuschlägt, dass der schnellere Zombie einen immer wieder dabei unterbricht, ist eine Farce.



Mal schauen was so kommt

Ansonsten rennt ihr in gewohnter Dead-Space-Manier in 3rd-Person durch die dunklen Gänge, könnt eine Taschenlampe benutzen, werdet von aufgesetzten Schockern gelangweilt, stromert durch ca. 3 verschiedene Levelsettings (dunkle Gänge, dunkle Redneckstadt, zerstörte Erdoberfläche mit gefährlichen Sonnenstrahlen) - und das über 10 Kapitel verteilt. Das Spiel speichert automatisch - meist fair und neben einer Pistole kann nur eine Zweitwaffe (Maschinengewehr, Shotgun) aufgenommen werden. Die Waffen sind unheimlich gering ausgefallen - und an manchen Stellen gibt es unnötig viel Munition und an anderen wieder viel zu wenig.
Ein wenig unausgeglichen - dafür spielt der Shooter sich aber flott, wobei ihr stets schnell sprinten könnt und nur eine Sekunde zum Aufladen des Ausdauerbalkens braucht.
Außerdem kommen hier und da Rätsel vor, in denen ihr eine spezielle Türkombination knacken, Reaktorkerne vor der Schmelze bewahren oder euch im seltsam gefährlichen Tageslicht später Wege durch Schatten suchen müsst.
Die Ideen sind interessant - auch dass man einmal automatisch vor Feinden wegrennt und beim Laufen rückwärts schießt. Dabei kann der Nachladezeitpunkt und die Laufrichtung beeinflusst werden - nett.

Aber selbst das rettet leider den Titel nicht vor der Versenkung. Die Charaktere sind nämlich auch irgendwie hässlich. Besonders das Mädchen, was in diesem Spiel die Flamme vom Protagonisten ist, wird weder gerettet, noch wäre sie es wert.
Es schlummert so uninspiriert vor sich hin, dass man nur erhoffen kann, dass im Februar 2012 eine gute deutsche Synchro rauskommt, was ich aber eher bezweifle.
35 € für den einmaligen.. *räusper* "Spaß"?
Nein, danke.



Fazit:
Afterfall Insanity ist der Auftakt einer Dead-Space-Klon-Reihe. Sie hat ein paar nette Rätsel und ein paar nette Lichteffekte, aber sowohl die langweilige Story als auch die blassen Puppencharaktere, die unmotivierte Synchro, die wenigen Waffen, Areale und halbherzig umgesetzten Animationen reduzieren den Spielspaß auf ein Minimum.
Schade.